(Ton-)Spuren der Gewalt. Ein Audiowalk zur „Köpenicker Blutwoche“ 1933

Einen Höhepunkt des frühen NS-Terrors in Berlin stellte die „Köpenicker Blutwoche“ Ende Juni 1933 dar. Mehrere hundert SA-Männer verschleppten und folterten bis zu 500 politisch Missliebige und Juden, mindestens 24 Menschen starben. Anlass für die gezielten Verhaftungen boten das reichsweite Verbot des „Deutschnationalen Kampfrings“ und der SPD. Im Verlauf der Terroraktion schoss das SPD-Mitglied Anton Schmaus in Notwehr drei SA-Männer nieder, woraufhin die Gewalt eskalierte. Joseph Goebbels, der als Berliner Gauleiter den Terror in der Reichshauptstadt maßgeblich mitgestaltet hatte, schlachtete den Tod der Parteisoldaten propagandistisch aus und stilisierte sie zu „Blutzeugen“ der NS-Bewegung. Währenddessen erlitten Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschafter und Juden im ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis und in den Sturmlokalen unglaubliche Qualen und Demütigungen.

Doch schon vor den Juniereignissen und auch danach wurden Köpenickerinnen und Köpenicker von den Nazis verschleppt, misshandelt und ermordet. Erst nach 1945 wurden einige der SA-Täter zur Rechenschaft gezogen und vor Gericht gebracht.

Begleiten Sie uns auf einen Spaziergang durch die Ortsteile Elsengrund und Dammvorstadt an die Plätze dieses Verbrechens. Es sind die ehemaligen Wohnorte der Opfer, aber auch die Orte der Taten und Täter. Hier erzählen Angehörige von Verhaftungen, Mord und Folgen. Es berichten Historiker/innen über den frühen Terror des NS-Regimes und seine Einordnung in die Geschichte. Sie hören Zeugenaussagen vom Prozess gegen die SA-Täter nach 1945.

Alle Informationen zum Audiowalk finden Sie auch auf unserem Flyer zum Download [PDF].

15. Januar 2015: Pressemitteilung zum Audio-Rundgang

Die Pressemitteilung [Stand: 15.01.2015] finden Sie hier zum Download [PDF].

14. März 2015: Vorstellung des Audio-Rundgangs

Eine Einladung zur Vorstellung des Audio-Rundgangs finden Sie hier sowie zum Download als [PDF].

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