13. Mai 2017: Schöneweide - vom Kaiserreich bis zur NS-Zeit. Eine Fahrradtour

Kooperation mit dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit

Per Fahrrad wird ein Stück Ortsgeschichte von Schöneweide erkundet, neben den o.g. Stationen führt die Fahrradtour zusätzlich zu Stationen, wie der Batteriefabrik, dem Wirtshaus „Neptunshain“, der jüdischen Synagoge Köpenick, der Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“, dem Waldfriedhof Oberschöneweide, der Villa Rathenau und anderen.

 

Teilnahme nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Bringen Sie bitte Ihr Fahrrad mit!

 

Treffpunkt: Britzer Str. 5, 12439 Berlin

TK-1104-F

Eva Kuby, Sa 14.00 bis 17.00 Uhr, 13.5.17, entgeltfrei, 4 UE, 7-12 Plätze

 

Für die Teilnehmer*innen der von der VHS Treptow-Köpenick organisierten Fahrradtour „Schöneweide –vom Kaiserreich bis zur NS-Zeit“ und alle anderen Besucher*innen bieten wir eine Sonderöffnung  in der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche am Samstag, 13. Mai 2017 von 14:00 bis 17:00 an. AUSGEBUCHT: Eine Anmeldung für die Fahrradtour ist leider nicht mehr möglich.

 

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30. Juni 2017: Vortrag "Die 'Köpenicker Blutwoche'"

Einen Höhepunkt des frühen SA-Terrors in Berlin stellte die "Köpenicker Blutwoche" im Juni 1933 dar. Hunderte SA-Männer verschleppten und folterten bis zu 500 politisch Missliebige und Juden, mindestens 24 Menschen starben. Anlass für die gezielten Verhaftungen gab das reichsweite Verbot des Deutschnationalen Kampfrings und der SPD. Ein SPD-Mitglied schoss in Notwehr drei SA-Männer nieder, worauf die Gewalt eskalierte. Joseph Goebbels, der als Berliner Gauleiter den Terror in der Reichshauptstadt maßgeblich mitgestaltet hatte, inszenierte die Parteisoldaten zu „Blutzeugen“ der NS-Bewegung. Der Vortrag verortet die Ereignisse im überregionalen Kontext der NS-Machteroberung 1933 und zeigt, wie flexibel die Aushandlungsprozesse und Kooperationen zwischen Staat und Partei waren. Zugleich wirkte die Juni-Aktion 1933 als Experimentierfeld für die Entstehung der Gewalt im Nationalsozialismus. Die NS-Führung war nahezu überrascht, wie weit sie mit Folter und Mord gehen konnte, ohne dass sich ihr Polizei, Justiz und Gesellschaft in den Weg stellten. Ganz im Gegenteil liegt die Bedeutung der „Köpenicker Blutwoche“ gerade im totalen Versagen der Zivilgesellschaft.

Vortrag von Stefan Hördler, Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora und Kurator der 2013 eröffneten Dauerausstellung in der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche.

30. Juni 2017 | 19 Uhr

VHS, 12437 Berlin, Baumschulenstraße 79-81, Vortragsraum 110

Eintritt: 3,00 EUR

Nähere Informationen finden sich auf berlin.de.

Eine Veranstaltung der Volkshochschule Treptow-Köpenick.

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